Randomisierte Kontrollgruppenstudie eines psychoonkologischen Interventionsprogramms für Leukämiepatienten via Internet
Dr. rer. nat. Niklas David
Prof. Dr. med. Wolfgang Larbig
Dr. rer. soc. Uwe Prudlo
Dipl.-Psych. Peter Schlenker
In einer randomisierten Kontrollgruppenstudie soll die Effektivität eines internetbasierten psychoonkologischen Interventionsprogramms zur Verbesserung der Krankheitsbewältigung bei Leukämie untersucht werden.
Das vierwöchige Kursprogramm ist modular aufgebaut und setzt sich aus bewährten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapieelementen zusammen. Ähnlich wie bei einem Ratgeberbuch bietet es Betroffenen die Möglichkeit, sich die entsprechenden Kursinhalte selbstständig anzueignen. Es werden psychologische Strategien vermittelt mit dem Ziel, krankheitsbedingte Belastungssituationen effektiver bewältigen zu können und die aktuelle Lebenssituation zu verbessern.
Da internetbasierte Interventionen generell mit hohen Drop-out-Quoten einhergehen, steht zusätzlich ein individuell ausgerichteter minimaler Therapeutenkontakt via Web-Mail zur Verfügung.
Es soll überprüft werden, ob der Einsatz eines internetbasierten Interventionsprogramms bei Leukämiepatienten eine bedeutsame Abnahme der psychischen Belastung sowie eine Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und Krankheitsbewältigung bewirken kann. Es wird ein feldexperimentelles Pre-Posttest-Kontrollgruppendesign (2x2 Messwiederholungsplan) mit einer Interventionsbedingung (vierwöchiges Kursprogramm) und einer Kontrollgruppe (Warteliste) mit einem Gesamtstichprobenumfang von mindestens N=100 Leukämiepatienten (2 x 50 Patienten) umgesetzt.
Die Studie wird von der José Carreras Leukämie-Stiftung gefördert (DJCLS R08/35pf).
Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich unter www.psychologische-selbsthilfe-leukaemie.de.


